Fragen für Lesegruppen

Hier ein paar mögliche Diskussionspunkte und Fragen zu „Die letzte Fehde an der Havel“ für Lesegruppen bzw. Buchclubs:

  1. Die Figur des Carl hat einige liebenswerte und recht viele kritikwürdige Charaktereigenschaften. Welche wären die? Wie würden Sie diese bewerten? Denken Sie, Carl hätte sich anders entwickelt, wäre er damals in seinem Dorf geblieben?
  2. Im Kapitel „Der Held“ stellt Carl Mette auf S. 129 eine für ihn enorm wichtige Frage: „Denkst du, dass Anne noch lebt?“ Was glauben Sie, sagt Mette hier die Wahrheit? Oder handelt sie aus Eigeninteresse, damit Carl sind endlich ihr zuwendet?
  3. Das Kapitel „Die Fischerin“: Die Gründungsgeschichte von Potsdam erschien mir passend für dieses Buch, nicht nur, um das typische Abendunterhaltungsprogramm auf Burg Plaue zu zeigen. Später wird Mette sagen, Anne sei „weiß, weiß wie Schnee“, und als Carl heimkehrt nach seiner langen Abwesenheit, stellt sie fest, dass Carls Haare weiß geworden seien, was er verneint. Was sind hier die Parallelen zwischen Chocus‘ Geschichte und der Carls? Denken Sie, dass Carl sein Schicksal besser im Griff hat als Chocus?
  4. Anne, Mette, Rieke, Käthe – Carl trifft im Laufe seines Lebens auf viele starken Frauen. Diskutieren Sie ihren Einfluss auf Carl. Haben Sie eine Favoritin?
  5. Der Burggraf von Nürnberg, Friedrich von Hohenzollern, galt in der preussischen Geschichtsschreibung lange Zeit unbestritten als Heilsbringer der chaotischen Mark Brandenburg, der dem Fehdewesen und der adligen Willkür endlich Einhalt gebot. Was ist Carls Einschätzung dazu?
  6. Carl bezeichnet Dietrich als seine Wile. Hat er damit recht?
  7. Als Carl in sein Dorf zurückkehrt, läuft nicht alles so, wie er sich das vorgestellt hat. Seine Beziehung mit Mette wird auf eine harte Probe gestellt. Gleichzeitig bewertet er ähnliche Umstände mit Anne anders. Wie sehen Sie seine Reaktion angesichts der mittelalterlichen Wertvorstellungen von Blutlinie und Familie?
  8. Wie hätte Ihre Rache an Dietrich ausgesehen?