Happy Buchstag!

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Heute wird die „Kaufmannswitwe“ ein Jahr alt! Es war eine aufregende Reise voller Ups und Downs. Hier ein Aufriss:

29.8.22: Während die „Agnes Bernauer“ erfolglos von einem Verlag zum nächsten tingelt, mache ich mich an das nächste Projekt. Ich lese mich grob in meine Themen ein (der Verrat der Agnes von der Vierbecke und die Große Fehde von Dortmund) und beginne, mir über den Plot und die Figuren Gedanken zu machen.

18.9.22: Die Recherche beginnt. Ich konsultiere Bücher und Webseiten über Dortmund, die Hanse, die Grafschaft Mark, Altena und mittelalterliche Fehden, ich studiere historische Bilder und Karten, höre Podcasts und reise später auch vor Ort, um die Schauplätze zu begehen.

14.11.22: Parallel zur Recherche beginne ich mit dem Manuskript.

15.3.23: Die KI wurde befragt – Ein Titel ist gefunden. Zwar nicht direkt, was die KI vorgeschlagen hat, aber ein Mix davon. Hier ein paar andere Vorschläge: „Winter auf der Burg“, „Die Reise nach Dortmund“ und „Der Verrat von Neyse“.

28.3.23: Ich geb das Cover in Auftrag. Das Model der „Kaufmannswitwe“ finde ich selbst bei Shutterstock, den Rest steuert die Designerin bei.

3.4.23: Ich informiere meine Agentin, dass ich beschlossen habe, ein Buch im Eigenverlag herauszubringen. Sie hat keine Einwände, warnt aber davor, es unter meinem „echten“ Namen zu tun für den Fall, dass ich mir diesen bei den Verlagen „verbrenne“. Ich ignoriere den gut gemeinten Rat und hoffe darauf, dass meine Debütleser mehr von mir lesen möchten. Kurz darauf kündige ich den Vertrag auch mit ihr.

24.4.23: Der Autor Tom Melley ist ein Goldstück und hilft bei technischen Fragen – er schickt mir mögliche Suchbegriffe und Keywords für Amazon KDP und die Barsortimente, erklärt mir Platzierungen und Preise, Abläufe und Terminplanungen.

28.4.23: Ich gebe dem klassischen Literaturbetrieb eine letzte Chance und reiche das Manuskript beim Amazon-Verlag Tinte & Feder ein. Ich höre nicht zurück.

14.5.23: Einer meiner beiden Testleser/Lektoren schickt mir das Manuskript mit Anmerkungen zurück und schreibt dazu: „Chapeau!“

24.5.23: Ich beginne mit dem Buchmarketing.

25.5.23: KDP gratuliert mir, und mein Herz rast vor Aufregung – das Buch ist erfolgreich eingestellt und kann nun vorbestellt werden!

27.5.23: Ich bestelle einen ersten Probedruck des Prints bei ePubli.

27.5.23: Das Blogger-Marketing läuft an. Büchertanz bekommt das erste Vorab-Exemplar elektronisch zugestellt.

28.5.23: Da mein Nachbar bei Meta arbeitet und kostenlose Credits erhält, kann ich mir den Luxus erlauben und bei Facebook ein wenig Werbung schalten.

25.6.23: Das Taschenbuch von „Der Verrat der Kaufsmannswitwe“ erfährt einen „soft launch“ und ist ab heute bei ePubli zu bestellen.

4.7.23: „Der Verrat der Kaufmannswitwe“ bewirbt sich für den Selfpublisher-Buchpreis, gewinnt aber nicht.

6.7.23: Es ist so weit! „Der Verrat der Kaufmannswitwe“ ist als eBook bei Amazon erhältlich!

7.7.23: Auf Büchertanz erscheint ein Interview mit mir.

9.8.23: Ich kontaktiere Buchhändler in der Region und bewerbe mein Buch. Mindestens ein großer Händler (in der Dortmunder Fußgängerzone) stellt es prominent ins Regal.

24.8.23: Ich kontaktiere die lokale Presse und finde einen interessierten Redakteur, dem ich ein Rezensionsexemplar zuschicke. Leider verabschiedet er sich kurz darauf sang- und klanglos für ein Jahr in Elternzeit, ohne das Buch vorher zu rezensieren.

15.9.23: Das Buch wird als erstes Selfpublisher-Buch überhaupt auf der Histo-Couch rezensiert.

1.10.23: Das Buch wird von Amazon für den gesamten Monat Oktober als Sonderangebot ausgewählt und ist zum halben Preis erhältlich. Es wird in dieser Zeit über 800 Mal gekauft.

28.11.23: Ich fragte mich, ob man das Buch auch als Hörbuch herausbringen kann und beginne mit Nachforschungen.

1.12.23: Mein Interview erscheint in der Zeitschrift „Der Selfpublisher“, wo ich auch über die „Kaufmannswitwe“ spreche.

19.1.24: Mit der Schauspielerin Stella Burr finde ich eine tolle Sprecherin für das Buch. Das Hörbuch befindet sich derzeit in Produktion.

20.2.24: Das Hardcover ist nun auch im Handel.

6.5.24: Amazon KDP lädt mich zur Teilnahme bei Prime Reading ein. Das bedeutet, den Sommer über wird „Der Verrat der Kaufmannswitwe“ für Prime-Nutzer kostenlos zur Verfügung stehen.

Stand 2.7.24: Das Buch hat sich seit Erscheinen über 2.500 mal verkauft, und es wurden mehr als 2,35 Millionen Seiten auf KindleUnlimited gelesen, also ungefähr noch einmal 5.000 gelesene Bücher.

FAZIT: „Verbrannt“ habe ich meinen Namen offenbar nicht. Im Gegenteil, der Erfolg dieses kleinen Büchleins hat mich umgehauen. Natürlich lief nicht alles glatt – Blogger und Journalisten haben sich nicht mehr gemeldet, der ein oder andere Rezensent hatte inhaltlich was zu bekritteln, und ich werde mit dem Buch niemals einen HOMER-Preis erhalten (es werden nur Verlagsbücher zugelassen). Aber immerhin musste das Manuskript nicht in der Schublade versauern, und es hat viele LeserInnen sehr gut unterhalten. Danke an alle Leser, ihr seid super!

Hier geht’s zur Buchdetail-Seite mit allen Infos zu „Der Verrat der Kaufmannswitwe“.

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